Besuch im Berliner LöschzentrumDie Facebook-Müllabfuhr the north face jacke damen

FacebookFacebook: Ein Besuch beim Arvato-Löschzentrum in Berlin

Ein Team in Berlin löscht für Facebook unerwünschte Inhalte. Der Konzern schirmte die Einheit hermetisch von der Öffentlichkeit ab – bis jetzt.


Fabian Reinbold

Jahrgang 1982. Studierte Nordamerikanistik, Politikwissenschaft und Geschichte in Berlin und Venedig. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule, anschließend Reporter in New York. Seit 2011 bei SPIEGEL ONLINE, zunächst als Politik-Redakteur, seit 2015 im Hauptstadtbüro für das Ressort Netzwelt, Themen: Internet und Politik. Mehrmonatige Stipendien als Medienbotschafter in Peking (2014) und als Arthur F. Burns Fellow bei der “Denver Post” (2016). Seit Juli 2017 Reporter im Team Hintergrund und Recherche.


Zwei Zettel hängen an der Tür, die sich gleich zum ersten Mal für Journalisten öffnen wird. Das Plakat links kündigt die betriebsinterne Sommerparty an: In ein paar Wochen geht’s ins Strandbad, illustriert ist das Ganze mit Melonen und Katzen in Sommeroutfits. Rechts daneben: Sicherheitshinweis. Wer diesen Raum betreten will, darf weder Rucksack noch Handtasche tragen, keine Kamera und kein Handy.


Einerseits: gute Stimmung, alles ganz entspannt. Andererseits: extreme Verschlossenheit, alles sehr heikel. Diese Eindrücke bleiben bis zum Ende bestehen, als Facebook seine streng abgeschirmte Löscheinheit in Berlin der Presse zugänglich macht.


Rund 30 Leute, von jung und tätowiert bis in die Fünfziger, sitzen gelangweilt vor ihren Bildschirmen, auf denen lediglich die öffentlichen Facebook-Regeln flimmern. Sie dürfen nicht arbeiten, während die Presse im Raum ist. Datenschutz, heißt es, weil die Journalisten sonst Informationen von Nutzern sehen könnten, die hier bearbeitet werden.


Auf den Schreibtischen gibt es Aufkleber, darauf stehen – stets in Sichtweite – die Kontaktdaten einer Sozialarbeiterin und eines Psychologen. “Wenn Du ein verstörendes Bild oder Video gesehen hast und unter Schock stehst, kannst Du Dich an den Berater oder Psychologen werden.” Eine Reaktion auf die Medienberichte, in denen die Mitarbeiter über mangelnde Betreuung geklagt hatten.


Eine Mitarbeiterin wird während des Pressebesuchs sagen: “Bei der ersten Enthauptung habe ich geheult, danach nie mehr.” Sie möge ihren Job sehr.

Anderthalb Jahre Wartezeit für einen Termin

Das vom Dienstleister Arvato betriebene Zentrum war von Anfang an ein Geheimprojekt – seit wir im Januar 2016 im SPIEGEL berichtet hatten, dass Facebook still und leise ein Löschteam in Berlin aufgebaut hat, das darüber entscheidet, welche der Nutzerbeiträge, nachdem diese gemeldet worden sind, gelöscht werden und welche nicht.

Neben der geheimen Löschpraxis gerieten dann die Arbeitsbedingungen in den Fokus, mehrere Mitarbeiter klagten im “SZ-Magazin” anonym über erhebliche Probleme. Zuletzt stieg der Druck der Politik auf Facebook so sehr, dass sich der Konzern in Deutschland zaghaft ans Projekt “neue Offenheit” wagt.


Kürzlich durften schon zwei Politiker vorbeischauen, sie besichtigten noch ein altes Gebäude. Der Presse zeigt man den frisch bezogenen Neubau, ein fünfstöckiger Riegel allein für Arvatos Facebook-Mitarbeiter, im alten Industrieviertel Berlin-Siemensstadt the north face jacke damen, nebenan: die Post, Fujitsu, Nokia. Reporter von vier Medien dürfen hinein: “Zeit”, dpa, ARD und SPIEGEL ONLINE. Ich selbst habe auf diesen Termin anderthalb Jahre gewartet, Facebook immer wieder Anfragen geschickt, um die Einheit besuchen zu dürfen.

Sehen Sie selbst – hier gibt es nichts zu sehen

Wie weit die “neue Offenheit” geht? Schnell wird klar: Wir sind mitten in einer guten Inszenierung, bei der das Schöne und Harmlose im Vordergrund steht, fast so sehr, dass das Heikle nicht einmal mehr durchscheint.

Der Betreiber Arvato ist ein Dienstleistungsprofi. Konzerne wie Vodafone oder Microsoft gliedern Aufgaben an die Bertelsmann-Tochter aus – und seit zwei Jahren eben Facebook mit dem neuen Berufsbild des Müllsortierers in sozialen Netzwerken. Auf der Plattform mit allein 30 Millionen Mitgliedern in Deutschland werden neben Urlaubsfotos eben auch Tag für Tag Tötungsszenen, Hetzkommentare, Tierquälerei-Videos gepostet.


Dass dabei alles nach rechten Dingen zugehe, soll uns auf drei Etappen gezeigt werden: Erst geht es in eines von neun Großraumbüros, dann gibt es Vorträge der Manager von Facebook und Arvato, schließlich ein Mitarbeitergespräch.

Wir betreten das Großraumbüro, das im Arvato-Sprech Produktionsfläche heißt. Hier werden also Entscheidungen produziert – teils folgenreiche darüber, wann ein Beitrag gelöscht wird und wann nur die Standardnachricht verschickt wird, ein Beitrag verstoße nicht gegen die Gemeinschaftsstandards. Auf manchen der höhenverstellbaren Schreibtische stehen Körbe mit Obst und Gemüse (Pressesprecher: “nicht nur heute”) , an der Wand hängen zwei nach oben gereckte Facebook-Daumen, ein Instagram-Logo und Ausblick aufs Industrieviertel – eine angenehme Produktionsfläche.

Dann: die Präsentationen. Schaubilder werden an die Wand geworfen, es fallen Begriffe wie “dediziertes Outsourcing-Team”, Multi-Skilling, Prozessoptimierung. Zusammengefasst: Es läuft gut und immer besser, siehe Ausbau des Betreuungsangebots – neben dem Betriebssozialdienst ist nun auch ein Psychologe vollzeit vor Ort.

“Wo denn?” – “Mehrere!”

700 Leute sollen hier Ende des Jahres im Schichtbetrieb arbeiten the north face thermoball, unter hervorragenden Bedingungen also, für verschiedene Märkte, neben dem deutschsprachigen gibt es auch Teams für Französisch, Türkisch und andere. Wie viele davon für den deutschsprachigen Markt arbeiten, frage ich.

Ein Facebook-Manager aus Dublin antwortet, aber nicht auf die Frage. Es sei alles so ein dynamischer Prozess, man schiebe Ressourcen hin und her, damit man binnen 24 Stunden reagieren könne.

Ich frage noch einmal. Zweite Antwort: Es gebe ja noch andere Standorte, wo deutschsprachige Teams arbeiteten. Wo denn? Dritte Antwort: Mehrere. Zahlen fallen Facebook auch in Zeiten der “neuen Offenheit” schwer.

Manche zumindest. Andere werden per Grafik an die Wand geworfen: 106 Mitarbeiter seien von Kollegen angeworben worden (es gibt dafür bis zu 200 Euro Prämie), der Krankenstand sei mit 4,33 Prozent viel niedriger als in der Branche üblich, die Beförderungsquote betrage 24,58 Prozent.


Das klingt alles so wunderbar, man mag kaum noch die Stimmung mit Fragen nach den Beschwerden von Mitarbeitern verderben, tut es dann aber trotzdem. Jeder kennt hier ja den Bericht aus dem “SZ-Magazin”. Der Arvato-Manager sagt “Uff!”, es springt der Pressesprecher ein: Die Beschwerden würden innerhalb des Unternehmens überhaupt nicht geäußert. Deshalb falle eine Antwort schwer. Der Manager ergänzt: Man habe jetzt Yogakurse und einen feelgood manager.

Jetzt meldet sich die Betriebsrätin zu Wort: Man sei als Betriebsrat natürlich davon enttäuscht gewesen. Von den Zuständen? Nein, von der Kritik! Man konnte die nämlich wirklich nicht verstehen. Die Betriebsrätin glaubt, dass die Facebook-Müllabfuhr einer der besseren Jobs im Dienstleistungskosmos Arvatos sei. In den Callcentern am Telefon angeschrien zu werden, sei jedenfalls nicht besser.

Dann, endlich, die Mitarbeiter.

Als Gesprächspartner hat Facebook drei Angestellte herausgesucht, die alle seit über einem Jahr dort arbeiten, aufgestiegen sind und sich durch drei Eigenschaften auszeichnen: Sie geben an, stolz auf ihre Arbeit zu sein, scheinen unerschrocken ob der grausigen Details, die man zu sehen bekommt – und geben sich beleidigt wegen der Artikel, die über die Arbeitsbedingungen erschienen sind. Ihre Namen müssen geheim bleiben, um sie zu schützen.

Kinderpornografie, Tierquälerei, Tötungen? Ja, alles

Da sitzt eine 28-Jährige in schwarzer Kleidung, mit rosafarbenen Haaren und Doc-Martens-Stiefeln mit Blumenmotiv. Auf die Frage, wie sinnvoll ihre Arbeit sei, sagt sie wie aus der Pistole geschossen: “Sehr.” Schließlich müsse “die Dinge, die wir sehen, dann nicht jemand anders sehen”.

Sie ist aufgestiegen zu einer “Subject Matters Expert”, wie es hier heißt, einer Fachfrau für alle Fragen. Aus dem “Self harm”-Team, das sich Inhalte wie Selbstverletzungen oder Suizidversuche anschauen muss, sei sie auf eigenen Wunsch wieder ausgeschieden. Jetzt sei alles gut.

Daneben sitzt ein 25-jähriger Mann mit Siebentagebart und Brille, der sagt: “Die Inhalte haben mich persönlich nie gestört.” Eine Aussage, die erstaunt. Denn mehrere Mitarbeiter haben in Gesprächen darüber geklagt, über den Horror, der im Akkord abzuarbeiten sei. Ich frage nach, was er denn gesehen hat:

Kinderpornografie? Ja. Tierquälerei? Ja. Tötungen? Ja, alles.

Er habe mal kurz beim Psychologen vorbeigeschaut, verspüre “aber kein Bedürfnis zu reden”. Mittlerweile leitet er das türkischsprachige Team. Er sagt: “Ich als Teamleiter weiß ja nicht, ob jemand Betreuung braucht oder nicht.” Aus der Türkei kommen immer neue Definitionen, wer nun gerade als “Terrorist” zu löschen sei. Interessant – doch die Zeit ist für weitere Nachfragen zu knapp.

Bleibt die Frage nach den Klagen der anonymen Mitarbeiter. “Ich war richtig sauer”, sagt die dritte Mitarbeiterin, eine 38-jährige Schichtleiterin. Sie stellt es so dar, als ob jemand im Schlechten gegangen sei und den alten Arbeitgeber mit Schmutz bewerfen wollte. “Wir machen einen guten Job, wir sind kreativ und dann kommt jemand und sagt the north face schuhe, alles ist schlecht.”


Es ist glaubhaft, dass es unter den 700 Mitarbeitern einige gibt, die ihren Job gern machen und die es als sportliche Herausforderung ansehen, aus den komplizierten Regeln Facebooks und den Gesetzen, mit denen diese manchmal in einem Spannungsfeld stehen, gute Entscheidungen abzuleiten. Denen hat Facebook mit diesem Termin ein Gesicht gegeben.

Sie liefern eine interessante Perspektive auf ein Berufsfeld, über das die Öffentlichkeit so gut wie nichts weiß, außer der Tatsache, dass es seit ein paar Jahren existiert.

Es gibt aber auch frühere Mitarbeiter, erst recht in den nicht-deutschsprachigen Teams, die versichern, wie sie darunter litten, im Akkord durch den Müll auf Facebook zu wühlen, dabei undurchsichtigen Regeln folgen müssen und sich mit ihren Belastungen allein gelassen fühlten. Wer mit einigen von ihnen gesprochen hat, weiß: Ihre Geschichten sind ebenfalls glaubhaft.

Was vom Besuch bleibt

Nach dem Termin bleibt die Erkenntnis, dass Arvato nach den Berichten, über die ihre selektierten Mitarbeiter und die Betriebsrätin so zürnen, die Arbeitssituation verbessert hat. Vieles aus dem Reich Facebook weiß man immer noch nicht: Wie es anderen Mitarbeitern als diesen dreien ergeht. Wie die heiklen Entscheidungen, die oft für Nutzer unverständlich sind, konkret getroffen werden. Welche Regeln dafür befolgt werden – und wie die Prozesse laufen. Und was etwa passieren wird, wenn das Facebook-Gesetz, das zu Löschungen binnen 24 Stunden verpflichtet, in Kraft tritt.

Dieses Gesetz wird Facebook auch zwingen, genauere Angaben zur Arbeit des Arvato-Teams zu machen. Nach dem ersten Pressetermin bleibt dabei noch genug aufzuklären.


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1. Einfache Möglichkeit die Arbeit zu automatisieren Sehr viel weniger Arbeit hätten die Kontrolleure, wenn automatisch alle Beiträge gelöscht würden, die in mehr als jedem zehnten Wort einen Rechtschreibfehler enthalten. Das trifft schließlich auf 95% aller Hasskommentare, […] Sehr viel weniger Arbeit hätten die Kontrolleure, wenn automatisch alle Beiträge gelöscht würden, die in mehr als jedem zehnten Wort einen Rechtschreibfehler enthalten. Das trifft schließlich auf 95% aller Hasskommentare, sowie links- und rechtsradikaler Beiträge zu.
2. Mmhhh Also, wenn ich mir so die Leute auf dem Foto anschaue, scheinen die nicht Jura studiert zu haben – denn anders könnte man eigentlich keine Dinge löschen ohne nicht mit dem Recht in Konflikt zu geraten.Dazu die […] Also, wenn ich mir so die Leute auf dem Foto anschaue, scheinen die nicht Jura studiert zu haben – denn anders könnte man eigentlich keine Dinge löschen ohne nicht mit dem Recht in Konflikt zu geraten.Dazu die Begrifflichkeiten:- dediziertes Outsourcing-Team: eine Sub-Firma macht Dinge, die eigentlich die Hauptfirma machen sollte – Billigere und zum Teil unqualifizierte Arbeitskräfte werden rangekarrt (hinterher kann man es dann auf die Subfirma abwälzen, sollte es zu Problemen kommen)- Multi-Skilling – eine Person muss mehrere Dinge machen, evtl. auch Dinge, für die er nicht ausgebildet ist – mehr Arbeitsaufgaben werden ihm zugeteilt als eigentlich üblich und möglicherweise ursprünglich vereinbart- Prozessoptimierung – wenige Personen müssen die Arbeit machen, die im Normalfall mehrere Personen machen müssten – wie müssen dennoch SLAs einhalten, auch mit xx Personen weniger, dazu kaufen wir natürlich mehr Leistung ein, als eigentlich machbar ist – ihr schafft das schon . that’s CC speach )Das ist typische Callcentersprache. Mich wundert, dass in dem Artikel diese Worte so offen fallen…^^der Satz Es läuft gut und immer besser… ist NUR für die Firma gut, für die Mitarbeiter sind obige Begriffe fast immer ein Dolchstoß, da es fast immer bedeutet – tue mehr für weniger Geld! .
3. Dafür bin ich in den 70ern auf die Strasse gegangen ? Zu einer Zeit, als wir mit Willy mehr Demokratie wagen wollten. Um jetzt wieder in wilhelminischen Verhältnissen zu leben ? Schlimmer: Die Einführung des Neusprech wie von Orwell vorhergesagt erleben zu müssen.Es ist eine […] Zu einer Zeit, als wir mit Willy mehr Demokratie wagen wollten. Um jetzt wieder in wilhelminischen Verhältnissen zu leben ? Schlimmer: Die Einführung des Neusprech wie von Orwell vorhergesagt erleben zu müssen.Es ist eine einzige Schande.(Ja, und ich weiss, wieviel Müll jeden Tag gepostet wird – ein wahrhaft demokratischer Staat hält das aber aus)
4. 1984 Diesen Bericht könnte man problemlos als Nachtrag von Orwells Roman 1984 ansehen. Würde er noch leben, er wäre erstaunt wie präzise seine Visionen 2017 Realität werden. Diesen Bericht könnte man problemlos als Nachtrag von Orwells Roman 1984 ansehen. Würde er noch leben, er wäre erstaunt wie präzise seine Visionen 2017 Realität werden.
5. Facebook ganz abschaffen brauchen wir überhaupt nicht, ist doch nur eine Errungenschaft der modernen Industriesklaven und Fun Society. Das ist meine persönliche Meinung (hoffe werde deswegen nicht wieder blacklisted). brauchen wir überhaupt nicht, ist doch nur eine Errungenschaft der modernen Industriesklaven und Fun Society. Das ist meine persönliche Meinung (hoffe werde deswegen nicht wieder blacklisted).

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Ein Vierteljahr im KinoKann mal jemand an die Zukunft denken? the north face rucksack

Ein Vierteljahr im KinoEin Vierteljahr im Kino: Kann mal jemand an die Zukunft denken?

Ein konservativer Geist weht durchs deutsche Kino: Die Filmförderungsanstalt spricht von Filmen wie die CSU von Flüchtlingen, und alle haben Angst vor einem digitalen EU-Binnenmarkt. So gefährdet man die Zukunft der Branche erst recht.


Wird es bald Obergrenzen für Filme geben? Ein deutsches Protektorat? Einige der einflussreichsten Förderbürokraten Deutschlands haben sich was Neues ausgedacht, und es klingt seltsam bekannt. Die Verantwortlichen der Filmförderungsanstalt, kurz FFA, wollen die “Flut” an Filmen eindämmen, die über die Kinos hereinbricht. Und sie glauben, dass man angesichts zu vieler günstiger Filme mit Grenzwerten in absoluten Zahlen weiter kommt.


Was denn bitte noch? Auffanglager für “kleine, schwierige Filme”? FFA-Vorstand Peter Dinges hat sich schon mal bereit erklärt, künftig Filme auszusortieren: “Einer muss vorangehen, auch wenn die Selektion eine harte Aufgabe ist”, sagte er vielleicht etwas unbedacht beim Filmtheaterkongress im Mai. Unbedacht nicht nur wegen dem CSU-Flüchtlingsabwehr-Klang, sondern auch, weil die Förderentscheidungen gar nicht seine sind.


Oder macht sich der Vorstand ehrlich, und gesteht ein, dass er nicht nur Verwalter, sondern längst Politiker mit Agenda ist? Das wäre eine folgenschwere Kursänderung. Die FFA ist schließlich eine Institution, die, weil sie das Geld (fast) aller verwaltet, die mit Kinofilmen Umsatz machen, sich immer einen Anstrich von Demokratie und Interessenausgleich gegeben hat. Ganz zu schweigen davon, dass die Gremien, die über die Förderungen entscheiden, noch immer frei in ihren Entscheidungen sind und mit Vernunft, Kinokenntnis und Neugierde fördern sollten. Aber Neugierde für Filme, das klingt in manchen Ohren wohl viel zu gefährlich.

Die von Dinges zusammen mit FFA-Präsident Bernd Neumann vorbereiteten und Mitte Juni gegen viel Widerstand verabschiedeten Leitlinien schränken die Auswahl nun deutlich ein: Danach sollen nur noch Spielfilme gefördert werden, die mindestens 2,5 Millionen Euro kosten und ein “Potential” von 250.000 Besuchern im Kino haben. Zum Vergleich: 2016 erreichten genau 21 von rund 250 deutschen Filmen solche Zuschauerzahlen. Mehr als die Hälfte waren Sequels, Bestseller-Adaptionen oder Remakes. Man muss nicht lange raten, wem für die Zukunft Zuschauer-Potential zugestanden werden wird: “Wendy 2″, “Bibi Tina 5″ und irgendwas mit Hape Kerkeling.

Filmförderung: Off Duty

Es ist schon bezeichnend, dass die FFA sich ausgerechnet jetzt solch umstrittene Leitlinien gegeben hat: Seit Anfang des Jahres nämlich ist das Gesetz in Kraft, das mit kleineren rotierenden, noch dazu paritätisch besetzten Gremien dafür sorgen soll, dass es bei der Mittelvergabe gerechter und offener zugeht. Entscheidungen also nicht nur nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner getroffen werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat es vorbereitet, der Bundestag hat es beschlossen – das konnte die FFA wohl nicht auf sich sitzen lassen. Nun lässt sie just die Regel einführen, die Experimente weitgehend ausschließt und noch dazu erwiesenermaßen die größte Hürde für Regisseurinnen ist: Nirgends ist der Anteil von Frauen im Regiefach so gering wie bei hochbudgetierten Filmen.

Die FFA kennt die Zahlen, sie hat ja nichts anderes im Kopf. Sie weiß, dass Maria Schraders “Vor der Morgenröte”, der 2016 knapp unter den 250.000 Zuschauern blieb, um ein Vielfaches erfolgreicher war als Til Schweigers “Tschiller: Off Duty”, der knapp darüber gelandet ist. Raten Sie mal, welcher Film mehr Geld aus der Gemeinschaftskasse erhalten hat?


Wenn die FFA jetzt sagt “Klasse statt Masse”, meint sie leider “klotzen, nicht kleckern”. Dabei ist es doch kein Geheimnis, dass ein 8 Millionen Euro teurer Action-Krimi anders bewertet werden muss als das Historien-Tableau für 5,5 Millionen. Und dass Tom Tykwers Bestseller-Verfilmung “Ein Hologramm für den König” bei 14 Millionen Euro Kosten mit gut 200.000 Zuschauern sich in seinem “Potential” wohl ordentlich verrechnet hat.

Crossover in die Beliebigkeit

Den Ansatz mit absoluten Zahlen moniert auch die Arbeitsgemeinschaft Kino (AG Kino), der Verbund, der in Deutschland die meisten Arthouse- und Programmkinos vertritt. Ein widersprüchlicher Verein: Im internen Newsletter rühmen sie sich einerseits, selbst am Ursprung der Leitlinien zu sein. Andererseits kritisieren sie, dass ihr Vorschlag nicht angenommen wurde, Fortsetzungen von der Förderung auszuschließen.

Dabei wäre das nicht nur eine Kleinigkeit, es wäre vermutlich der einzige Weg gewesen, bei den begrenzten Mitteln Slots für Unerwartetes zu garantieren. So aber heißt es auch 2017 wieder: Die Höchstförderung geht an “Fack Ju Göhte 3″. Unbenommen der Tatsache, dass Sequels beste Chancen bei Länderförderern haben und sie bei der FFA ohnehin über Referenzmittel der früheren Kassenerfolge verfügen.

Warum aber setzt sich dann die AG Kino noch für diese Leitlinien ein? Man könnte etwa hoffen, dass sie dabei helfen, auch künstlerisch ambitionierte Produktionen mit ordentlichen Budgets auszustatten. Doch wahrscheinlicher ist, dass die kleine Kinobetreiberlobby etwas anderes im Auge hat, sie nennt das Stichwort selbst: “Crossover”. Arthouse-Kinos spielen längst regelmäßig kommerzielle Filme mit mehr oder weniger kulturellem Anstrich, Originalversionen aus dem Mainstream, deutsche Komödien oder Wohlfühlkino aus Frankreich.


Da können Filme, die nicht von vornherein den großen Erfolg versprechen, lästig werden. Also ab mit den anspruchsvolleren (und deshalb schwieriger zu finanzierenden) Filmen an den Katzentisch: Ihnen soll es reichen, bei der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (kurz BKM) eine Chance auf Förderung zu haben, schreibt die AG Kino. Und Dinges sieht die FFA endlich davon befreit “BKM-Aufgaben [zu] übernehmen”.

Die Kultur hier, die Wirtschaft dort? Das unterstellt, dass kleinere Filme nicht genauso mehrere Finanzierer brauchen – und propagiert, dass nur Filmklotze wirtschaftlich sind. Anstatt sich zu freuen, dass der Bund kompensiert, wo die Länderförderer für Künstlerisches ausfallen, will sich die FFA noch weiter aus ihrer Verantwortung eines Marktausgleichs stehlen. Die Kleinen wird es ohnehin immer geben, deshalb lieber eine Umverteilung von unten nach oben. Ja, danke auch. Mit den Worten von Peter Dinges: “Die Vielfalt hat dort ihre Grenzen the north face sale, wo es zu einer Übersättigung kommt!” Wer aber ist hier bitteschön satt? Da hilft auch die Alibi-Leitlinie nichts mehr, nach der ein Portfolio-Gedanke bei der FFA beibehalten werden soll.

“Tatort” gucken in Marseille

Wenn sich alte Industrien nach dem Motto “Das Boot ist voll” abschotten, dann kann man darauf wetten, wie lange es dauern wird, bis sie von der Konkurrenz überholt werden. Bei der überwiegend auf öffentliche Mittel angewiesenen Filmproduktion mag das länger dauern als anderswo. Die Zeichen stehen dennoch auf Wandel, denn natürlich liegt etwas im Argen im deutschen Kino. Wenn sich aber Zuschauer von hiesigen Filmen abwenden the north face outlet, dann doch nicht, weil sie zu wenig Klein-Hollywood sind. Sondern, weil sie ihre Eigenheiten zu selten pflegen. Weil sie verwechselbar, wenn nicht sogar austauschbar sind. Die Hoffnung von Kinobetreibern und Förderern, dass es wieder weniger Filme geben könnte, wie früher, denkt den Medienwandel mit Rückspultaste. Und ignoriert, wie toll es ist, als Zuschauer ein größeres Filmangebot zu haben.

Exklusivität scheint momentan überhaupt en vogue zu sein. So ist in den letzten Monaten die gesamte Kinobranche in Aufruhr geraten – wegen einer doch erst einmal sehr verlockenden Vorstellung: dass die ARD-Mediathek auch aus Neapel, Marseille und Rotterdam frei zugänglich sein könnte. Was bisher nur in einem einzigen Land kostenlos gestreamt werden kann und für alle anderen wegen Geoblocking hinter Ländersperren verschwindet, soll, so die Vorstellung nicht weniger Parlamentarier, allen EU-Bürgern zur Verfügung stehen. Es ist die Rede von einem digitalen Binnenmarkt für die EU. Klingt doch plausibel: Wenn wir es mit der Abschaffung der Grenzen ernst meinen, dann ja wohl auch derer im Netz.

Mit alarmierenden Pressemitteilungen und einer regelrechten Presse-Kampagne haben die verschiedensten Leute davor gewarnt: “Verschenken Sie nichts, was Ihnen nicht gehört!”, rief die AG Dok den EU-Parlamentariern zu, und die “FAZ” titelte “Die EU zerstört Europas Filmwirtschaft”. Die Angst: Europäische Koproduktionen wie “Das weiße Band” oder “Toni Erdmann” könnten gar nicht erst finanziert werden, wenn sie keine Lizenzen mehr für einzelne Länder verkaufen könnten. Und nationalen Produktionen breche eine ganz entscheidende Einnahmemöglichkeit weg.

Nichts geschenkt, viel geboten

Das stimmt zweifelsohne und liegt vor allem daran, dass Filme in der EU oft erst viele Monate, wenn nicht gar Jahre später im Nachbarland erscheinen, zu einem Zeitpunkt, an dem die Verfügbarkeit in der Mediathek (in aller Regel 24 Monate nach Kinostart, immer öfter aber auch früher) schon in greifbare Nähe rückt.

Wie es so ist, wenn Besitzstand gewahrt werden soll, ist nur leider wenig die Rede von der Zukunft. Viel zu selten geht es um neue Finanzierungsmodelle und, brennender, die Zuschauergewinnung. Man kann sich zurückwünschen in Zeiten, in denen dritte Sender ganz regelmäßig verlässliche Partner von Filmemacherinnen und Filmemachern waren. Oder man sucht und schafft Alternativen zu dieser Abhängigkeit.


Am kürzeren Hebel zu sitzen, rächt sich schließlich ein ums andere Mal: Bei den Verträgen mit den Sendern über die Mediatheken-Auswertung müssten Filmhersteller doch ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Das wird aber zumindest für die finanzschwächeren Firmen nie der Fall sein, wenn sich nicht insgesamt etwas an der Gemengelage ändert. Und das heißt nicht mehr Geld und Einfluss vom Fernsehen, sondern weniger. Wie wär’s zum Beispiel mit einem direkt von der Haushaltsabgabe gespeisten Kinofilmfonds? Dann macht auch die Freizügigkeit in der EU weniger Angst.

Wäre es nicht ohnehin viel spannender, über die Chancen zu sprechen, die darin schlummern, wenn europaweit Filme zugänglich werden, die bisher viel zu wenig reisen? Es kommt darauf an, Potentiale zu denken – nicht von der Vergangenheit her, sondern von der Zukunft. Das gilt für die FFA, genauso wie für Mediatheken. Den Zuschauern muss dabei nichts geschenkt werden, aber etwas geboten bekommen sollten sie schon.


Frédéric Jaeger ist Vorstands-Mitglied im Verband der deutschen Filmkritik und Chefredakteur von critic.de. Als freier Autor schreibt er unter anderem für SPIEGEL ONLINE. 2015 hat er die parallel zur Berlinale stattfindende Woche der Kritik mitgegründet und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ein Jahr lang zu Filmpolitik gearbeitet. An dieser Stelle hält er vier Mal im Jahr Rückschau auf das vergangene Quartal in der Filmbranche.
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1. Welche sind die Alternativen? 1. Förderung ganz einstellen. 2. Jene Filme fördern, die das geringste Zuschauerpoential versprechen. 3. Jene Filme fördern, welche die meisten nichtöffentlichen Gelder akquirieren – oder die wenigsten. 4. … Wie man es auch […] 1. Förderung ganz einstellen. 2. Jene Filme fördern, die das geringste Zuschauerpoential versprechen. 3. Jene Filme fördern, welche die meisten nichtöffentlichen Gelder akquirieren – oder die wenigsten. 4. … Wie man es auch dreht und wendet, letztendlich ist und bleibt jede Entscheidung das Ergebnis einer Wahl zwischen Typhus und Cholera. Die Geldmenge ist nun mal begrenzt.
2. Moment, hab ich das jetzt richtig verstanden? Die FFA dient dazu, Filme zu fördern, deren Erfolg an der Kinokasse ohnehin so gut wie sicher ist? Ich dachte immer, man fördert etwas, das aus eigener Kraft nicht erfolgreich wird, […] Moment, hab ich das jetzt richtig verstanden? Die FFA dient dazu, Filme zu fördern, deren Erfolg an der Kinokasse ohnehin so gut wie sicher ist? Ich dachte immer, man fördert etwas, das aus eigener Kraft nicht erfolgreich wird, und dem man deswegen unter die Arme greift. Defizitäre Schwimmbäder, Kleinbauern, Kinder mit Entwicklungsrückstand, etc. Oder hab ich was falsch verstanben?
3. Ob man nun Schweigers verkorkstes Actionspektakel (Tschiller Off Duty) oder den künstlerisch wertvollen Avantgardefilm fördert, eine Subventionskultur endet zwangsläufig in einer ideologisch gesteuerten Planwirtschaft.Am […] Ob man nun Schweigers verkorkstes Actionspektakel (Tschiller Off Duty) oder den künstlerisch wertvollen Avantgardefilm fördert, eine Subventionskultur endet zwangsläufig in einer ideologisch gesteuerten Planwirtschaft.Am Ende verschmäht das Publikum beides. Anstatt einzelne Projekte zu fördern, sollte man lieber in den Aufbau einer Infrastruktur investieren, die es unabhängigen Produzenten erlaubt, sich international zu behaupten.Aber wo ist Nachfolger eines Bernd Eichinger, für den Kunst und Kommerz keine unversöhnlichen Wiedersacher waren?
4. Natürlich möchten auch deutsche Zuschauer mehr Hollywood , das steht nämlich für handwerkliche Kompetenz, gute Drehbuchautoren, kompetente Regisseure the north face schuhe, exzellente Schauspieler, brillante Kameraführung und das Ziel […] Natürlich möchten auch deutsche Zuschauer mehr Hollywood , das steht nämlich für handwerkliche Kompetenz, gute Drehbuchautoren, kompetente Regisseure, exzellente Schauspieler, brillante Kameraführung und das Ziel dem Kunde etwas interessantes zu bieten. Also alles was dem deutschen Film grundsätzlich abgeht.Natürlich hat der deutsche Film auch ein Alleinstellungsmerkmal, entweder ist es eine grenzdebile Komödie die für praktische alle Menschen im Ausland (und auch zahllose im Inland) unerträglich ist, oder es handelt sich um eine handwerklich dilletantisch inszenierte Tragödie über irgendeine Randgruppe nach der sich die meisten Zuschauer entweder aus Depression oder Langeweile am liebsten selbst umbringen ,möchten. Glücklicherweise sind das aufgrund der Zuschauerzahlen aber meist nur eine Handvoll.Mal im Ernst, wieviele wirklich (auch handwerklich) gute deutsche Filme mit interessantem Drehbuch und Ziel internationaler Markt (ohne den läßt sich die Finanzierung halt nicht stemmen) wurden denn in den vergangenen 40 Jahren gedreht ? Da fällt es schon ziemlich schwer 10 Stück aufzuzählen.Solange der deutsche Film seine Zuschauer primär bilden und erziehen will, und nicht versteht, daß Medien, einschließlich Film, ein Geschäft ist, wird der deutsche Film (wie seine häßliche Schwester das deutsche TV) ein häßlicher Zombie bleiben. Kein Wunder, daß man sich deswegen seit 35 Jahren an Das Boot hochziehen muss. Ich denke das zeigt schon wie groß das Dilemma ist. Selbst die Franzosen und Spanier kriegen trotz ähnlicher Problem immer mal wieder exzellente Filme hin. Das Problem (neben dem Oberhausener Manifest als Ursache) ist schlichtweg Filmförderung ansich. Wer Produkte (in diesem Fall Filme) staatlich fördert, weil kein Kunde sie ansonsten kaufen (sehen) würde, muß sich nicht wundern, wenn die dann trotz Förderung vollkommen unverständlicherweise immer noc keiner sehen will. Die Idee Film mit kommerziellem Potential zu fördern is ok, kommt aber ca, 50 Jahre zu spät, die Kompetenz ist nämlich nicht mehr da und auch nicht mehr aufholbar.
Es werden fast immer nur Etablierte gefoerdert. Ist anderswo genauso in Kunst und Wissenschaft. EU Subventionen bekommen auch die Grossbauern, nicht der kleine Landwirt, der gar nicht die Zeit und Mittel dazu hat, sich das […] Zitat von hegoatMoment, hab ich das jetzt richtig verstanden? Die FFA dient dazu, Filme zu fördern, deren Erfolg an der Kinokasse ohnehin so gut wie sicher ist? Ich dachte immer, man fördert etwas, das aus eigener Kraft nicht erfolgreich wird, und dem man deswegen unter die Arme greift. Defizitäre Schwimmbäder, Kleinbauern, Kinder mit Entwicklungsrückstand, etc. Oder hab ich was falsch verstanben?Es werden fast immer nur Etablierte gefoerdert. Ist anderswo genauso in Kunst und Wissenschaft. EU Subventionen bekommen auch die Grossbauern, nicht der kleine Landwirt, der gar nicht die Zeit und Mittel dazu hat, sich das alles zu organisieren. Wie wär’s zum Beispiel mit einem direkt von der Haushaltsabgabe gespeisten Kinofilmfonds? Wie waer’s zum Beispiel mit einer Abschaffung aller Subventionen? Man kann ja Kredite etc. vergeben, die bei Kinoerfolg zurueckgezahlt werden muessen. Das waere immer noch genug Foerderung. Es ist ueberhaupt nicht einzusehen, dass der Steuerzahler Dinge foerdert, die am Ende Gewinne einspielen, die nur Private kassieren. Aber das Geld anderer Leute, hier der Buerger, verteilt sich immer besonders leicht.

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Entsetzte IsländerTouristen schlachten Lamm the north face schuhe

Island-ReisenEntsetzte Isländer: Touristen schlachten Lamm

Der Tourismus in Island nimmt rasant zu, und die Isländer sind über so manches Verhalten der internationalen Besucher entsetzt. Nun haben Touristen aus den USA ein Lamm geschlachtet – wohl fürs Barbecue.


In Island hatte die Polizei einen außergewöhnlichen Einsatz. Sie hat neun Touristen aus den USA verhaftet, weil sie ein Lamm gestohlen und getötet hatten. Wie isländische Medien berichteten, beobachteten Bauern die Männer in der Gemeinde Breiðdalur in der Region der Ostfjorde, als sie das Tier hinter dem Hof jagten.


Sie fanden das Lamm später mit durchgeschnittener Kehle in einem der Wohnmobile der Touristen. “Sie wollten sich Fleisch für ihr Barbecue besorgen”, sagte Bjarki Svavarsson, einer der Augenzeugen, der isländischen Zeitung “Morgunblaðið”. “Ich finde es wirklich komisch, dass Männer aus dem Ausland kommen, um sich ihr Essen zu jagen. Ich habe keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben.”


Zuerst bestritten die Männer die Tat. Bei der örtlichen Polizei gestanden sie sie jedoch laut “Morgunblaðið”. Nachdem sie das Lamm und eine Strafe von 120.000 (rund 1000 Euro) isländischen Kronen gezahlt hatten, ließ die Polizei sie wieder frei. Es könnten jedoch weitere Zahlungen auf sie zukommen, schreibt die “Iceland Review”.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Isländer sich über das schlechte Benehmen internationaler Touristen beklagen: Als der in einen mit Moos bedeckten Hügel eingeschnittene Schriftzug “Send Nudes” entdeckt wurde, fiel der Verdacht gleich auf Besucher aus dem Ausland. Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Pflanzen nachgewachsen sind. Empörung herrscht auch über Touristen the north face, die an Türen klopfen und nach einer Übernachtungsmöglichkeit fragen oder die offroad fahren, obwohl es verboten ist.

In den vergangenen Jahren sind die Touristenzahlen auf der Insel rasant angestiegen. Rund 1 the north face regenjacke,8 Millionen Besucher kamen laut der isländischen Tourismusbehörde im Jahr 2016 – das sind rund 500.000 mehr als im Vorjahr. Die Gäste bringen zwar Devisen ins Land, bereiten den Einheimischen aber auch Kopfzerbrechen: Die Sorgen sind groß, dass durch den massiven Andrang Natur zerstört wird. Islands Fußballnationaltrainer Heimir Hallgrímsson forderte schon einmal ein “Ausverkauft”-Schild am Flughafen von Reykjavík.


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Ausländische InvestorenBundesregierung will Vetorecht bei Übernahmen the north face rucksack

InfrastrukturBundesregierung will Vetorecht bei Übernahme durch ausländische Investoren

Der Bundesregierung macht Sorgen, dass vor allem China politisch gestützt deutsche Firmen aufkauft. Bei wichtigen Unternehmen will der Bund nun einschreiten. Per Vetorecht soll er Käufe blockieren können.


Chinas Ziel ist gesteckt: Bis 2050 will das Land die technologische Weltmarktführung übernehmen. Dafür kaufen chinesische Unternehmen reihenweise deutsche auf – mit Hilfe der Regierung in Peking. Die Bundesregierung sieht die Shoppingtour mit Argwohn und will nun einschreiten. Künftig soll der Bund laut einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” ausländische Investoren blockieren können, wenn es um kritische Infrastruktur geht.


Bei strategisch wichtigen Firmen will sich die Regierung demnach ein Vetorecht vorbehalten. Eine entsprechende Verordnung des Wirtschaftsministeriums solle diesen Mittwoch das Bundeskabinett passieren.


Die neuen Regeln definieren eine “Gefährdung der öffentlichen Ordnung” durch einen Erwerb. So soll es für Investoren mit Sitz außerhalb der Europäischen Union schwieriger werden, bei für besonders wichtig angesehenen Firmen einzusteigen. Dabei geht es um Software-Unternehmen, die Programme für den Betrieb von Stromnetzen, Kraftwerken oder die Wasserversorgung entwickeln. Das Gleiche gilt für Software von Banken oder Telekommunikationsnetzen the north face sale, von Krankenhäusern the north face jacke herren, Flughäfen oder Bahnhöfen, heißt es in dem Bericht.

Im März hatte auch die EU-Kommission angekündigt, Übernahmen von Investoren aus Ländern außerhalb der Europäischen Union genauer zu prüfen. Es solle gesichert werden, dass die Käufe nicht durch staatliche Subventionen gestützt würden. Die Initiative dafür hatte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries gemeinsam mit ihren Kollegen aus Italien und Frankreich angestoßen.

Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig sagte der Zeitung: “Wir wissen, dass es kritische Infrastrukturen gibt the north face jacke damen, die für Investoren attraktiv sind.” Der SPD-Politiker ergänzte: “Wir sind zwar eine offene Volkswirtschaft the north face schuhe, aber wir sind nicht naiv.”


Viele Milliarden Euro haben chinesische Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit für deutsche Firmen ausgegeben und sind so an deren Know-how gelangt. Gestützt werden sie laut Experten oft auch finanziell durch den chinesischen Staat und können Bieterkämpfe so für sich entscheiden.

So war etwa die Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch eine chinesische Firma im vergangenen Jahr aufgrund des Technologietransfers umstritten. Zudem schluckten chinesische Unternehmen den Maschinenbauer Krauss-Maffei und weitere Firmen. Dagegen hatte der ehemalige US-Präsident Barack Obama mit Verweis auf Gefahren für die US-Sicherheit den Kauf des deutschen Spezialmaschinenbauers Aixtron durch ein chinesisches Unternehmen verhindert.


1. Deutschland AG Viele deutsche Industrieunternehmen sitzen auf ihren Geldsäcken und kümmern sich zu wenig um Investitionen. Die könnten mitbieten und selber an Zukunftsindustrien interessiert sein – ist aber schwieriger als beim Staat betteln […] Viele deutsche Industrieunternehmen sitzen auf ihren Geldsäcken und kümmern sich zu wenig um Investitionen. Die könnten mitbieten und selber an Zukunftsindustrien interessiert sein – ist aber schwieriger als beim Staat betteln oder betrügen.
2. macht doch nichts Mutti!? Vielleicht bekommen wir dann, als Entschädigung, noch ein paar Pandas !! Vielleicht bekommen wir dann, als Entschädigung, noch ein paar Pandas !!
3. Und dann? Unternehmen verkaufen sich ja nicht aus lauter Spaß an chinesischen Investoren, sondern weil sie Geld brauchen und nicht anders erhalten. Was also tut die Bundesregierung, außer den Verkauf zu blockieren? Selbst […] Unternehmen verkaufen sich ja nicht aus lauter Spaß an chinesischen Investoren, sondern weil sie Geld brauchen und nicht anders erhalten. Was also tut die Bundesregierung, außer den Verkauf zu blockieren? Selbst investieren? Zu vergleichbaren Konditionen? Notfalls als Insolvenzverwalter tätig werden? Oder wollen sie einfach nur nein sagen und dann zusehen, wie das Unternehmen dicht macht bzw. sich verkleinert?Zum Thema Software von Firmen außerhalb der EU in kritischen Infrastrukturen . War da nicht was? Locky, WannaCry und andere Schadsoftware, die Windows befällt und einiges an Infrastruktur behindert hat. Nun ist Microsoft ein Software-Unternehmen mit Investoren außerhalb der EU. Sollte man also nicht einsetzen in kritischen Infrastrukturen…. Oder?
4. Viel zu spät Die Asymetrie, dass chinesische Firmen die Mehrheit an deutschen übernehmen können, umgekehrt das aber nicht geht, hätte von Anfang an verhindert werden müssen. Da haben unsere neoliberalen Politiker leider wieder mal […] Die Asymetrie, dass chinesische Firmen die Mehrheit an deutschen übernehmen können, umgekehrt das aber nicht geht, hätte von Anfang an verhindert werden müssen. Da haben unsere neoliberalen Politiker leider wieder mal geschlafen.Wie so oft, wenn es darum geht die Globalisierung im Zaum zu halten.
5. Überfällig Regelungen bezüglich Übernahmen kommen reichlich spät. Regelungen bezüglich Übernahmen kommen reichlich spät.

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Diskussion um Filmförderung Monika Grütters kritisiert neue Leitlinien the north face outlet

Monika GrüttersDiskussion um Filmförderung: Monika Grütters kritisiert neue Richtlinien

Die Staatsministerin für Kultur und Medien spricht deutliche Worte: Monika Grütters hält nichts von der Neuausrichtung eines Teils der Filmförderung. Sie wirbt für den kulturell anspruchsvollen Film.


In dieser Eindeutigkeit hätte man Monika Grütters’ Positionierung in der Diskussion um die Filmförderung in Deutschland nicht erwartet. In einer Pressemitteilung lässt die Staatsministerin für Kultur und Medien wissen, dass sie eine Ausrichtung der Filmförderung der Filmförderanstalt (FFA) an rein wirtschaftlichen Kriterien für falsch hält: Die Verantwortung zur Förderung des kulturell anspruchsvollen Films gelte für alle Förderer, so Grütters.


Anlass für die klaren Worte sind die neuen Leitlinien der FFA, die diese am 13. Juni verabschiedet hatte. Darin wird festgehalten, dass das Ziel die Förderung höher budgetierter und “qualitativ anspruchsvoller Spitzenfilme” sei. Konkret bedeutet das, dass die FFA nur noch Filme mit einem Mindestbudget von 2,5 Millionen Euro und einem Potential von mindestens 250.000 Zuschauern fördern will.


“Ein solcher Förderansatz wird dem deutschen Kinofilm als Kultur- und Wirtschaftsgut in seiner Vielfalt nicht gerecht und ist kulturpolitisch auch nicht geboten”, schreibt Grütters. Auch ein deutscher Film, dem weniger als 250.000 Zuschauer zugetraut würden, könne sowohl ein kultureller als auch ein wirtschaftlich erfolgreicher Film sein. Schon zuvor war Kritik an den neuen Leitlinien laut geworden. Die Produzentin Meike Kordes von der deutschen Produzentenallianzhatte sie als “filmpolitisches Harakiri” bezeichnet.

Keine “verlorenen Zuschüsse”

Zum Hintergrund: Filmförderung in Deutschland speist sich aus vielen verschiedenen Töpfen. Auf Bundesebene fördern neben der FFA auch Grütters’ Ministerium und das Wirtschaftsministerium. Die Bundesländer legen eigene Fonds auf the north face, dazu kommt die Filmförderung auf europäischer Ebene.


Eine Anfang 2017 vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie bestätigte die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Filmwirtschaft. Im untersuchten Zeitraum 2014 belief sich deren Produktionswert auf 24,5 Milliarden Euro. Die Studie schreibt auch, bei der Anreizförderung handele es sich nicht um “verlorene Zuschüsse”, sondern um Investitionen mit Rendite in die Volkswirtschaft.

Monika Grütters beharrt jedoch darauf, dass Film jenseits seiner wirtschaftlichen Bedeutung vor allem eine kulturelle Funktion erfülle. So schreibt sie: “Die massive Aufstockung der kulturellen Filmförderung in meinem Etat um zusätzliche 15 Mio. Euro jährlich soll dazu dienen, ein Mehr an kreativer Unabhängigkeit zu gewährleisten und kulturell anspruchsvolle, innovative und auch experimentelle Filme noch besser zu fördern. Ziel war und ist es nicht, einen Ausstieg der FFA aus diesem Fördersegment zu kompensieren.”


1. Komisch wir fördern und fördern, aber die großen Renner kommen aus den USA, GB, Kanada, Australien oder Frankreich. Ob Serien oder Filme, weder haben wir Drehbuchschreiber, gute Regisseure noch Darsteller. Unsere Darsteller haben ja […] wir fördern und fördern, aber die großen Renner kommen aus den USA, GB the north face jacke damen, Kanada, Australien oder Frankreich. Ob Serien oder Filme, weder haben wir Drehbuchschreiber, gute Regisseure noch Darsteller. Unsere Darsteller haben ja schon Probleme mit ihrem Sprechen. Da passt nur selten etwas zur Gestik oder Mimik. Der Zug ist lange abgefahren, wir haben diese Sparte zu Tode gefördert. Wer tatsächlich um seinen Platz in der Welt der Filmkunst kämpfen muss the north face schuhe, ist auch zu Leistungen fähig. Puderzucker gefördert hat Deutschland zum Schlusslicht gemacht.
2. wenn man sich bundesdeutsches filmschaffen mal so außerhalb von wenders, herzog, kluge, donnersmarck co. anschaut, ist/wird ziemlich schnell klar, weshalb frau grütters recht hat: wie sollen denn all die absolventen von […] man sich bundesdeutsches filmschaffen mal so außerhalb von wenders, herzog, kluge, donnersmarck co. anschaut, ist/wird ziemlich schnell klar, weshalb frau grütters recht hat: wie sollen denn all die absolventen von filmhochschulen jemals kriterien wie mindest-budget 2,5 mio., mindest-potential 250.000 zuschauer erfüllen können? das sind junge leute, mit ideen, konzepten, engagement, usw. – muss man solche leute unbedingt behindern, damit immer weiter die nur allzugut bekannten platzhirsche das sagen behalten?
3. Also entweder… Also entweder haben sämtlichen deutschen Regisseure unter an der gleichen Filmhochschule unter den gleichen Profs studiert oder es gibt 3-4 Produzent die alle den gleichen LANGWEILIGEN pseudolinksliberalen ach-gott-so-open-minded […] Also entweder haben sämtlichen deutschen Regisseure unter an der gleichen Filmhochschule unter den gleichen Profs studiert oder es gibt 3-4 Produzent die alle den gleichen LANGWEILIGEN pseudolinksliberalen ach-gott-so-open-minded Geschmack haben. Anders kann ich mir nicht erklären warum hier grundsätzlich der gleiche Müll produziert wird. Ich kann mir das richtig gut vor stellen: Da kommt ein wirklich begabter junger Drehbuchschreiber an einen von den Heinzen und kann sich anhören das ist ja schon richtig gut, da machen wir eine Liebeskomödie daraus . Am schlimmsten ist wenn das Zeug eine Goldene Palme oder so was bekommen hat. Die Förderung führt nur dazu dass andauern mehr Müll produziert wird und gehört abgeschafft.
In der Welt der Filmkunst steht Deutschland gar nicht mal so schlecht da wie Sie behaupten. Kunst hat auch nicht sehr viel mit Leistung zu tun. Was Sie meinen ist die Welt des Kommerzes und da ist […] Zitat von Irene56wir fördern und fördern, aber die großen Renner kommen aus den USA, GB, Kanada, Australien oder Frankreich. Ob Serien oder Filme, weder haben wir Drehbuchschreiber, gute Regisseure noch Darsteller. Unsere Darsteller haben ja schon Probleme mit ihrem Sprechen. Da passt nur selten etwas zur Gestik oder Mimik. Der Zug ist lange abgefahren, wir haben diese Sparte zu Tode gefördert. Wer tatsächlich um seinen Platz in der Welt der Filmkunst kämpfen muss, ist auch zu Leistungen fähig. Puderzucker gefördert hat Deutschland zum Schlusslicht gemacht.In der Welt der Filmkunst steht Deutschland gar nicht mal so schlecht da wie Sie behaupten. Kunst hat auch nicht sehr viel mit Leistung zu tun. Was Sie meinen ist die Welt des Kommerzes und da ist Hollywood nicht zu schlagen. Das liegt vor daran, dass ein Blockbuster in Hollywood das Zehn- bis Hundertfache von dem kostet wofür in Deutschland Filme gemacht werden.Die anderen europäischen Länder stehen in diesem Sinn auch nicht viel besser da. In jedem dieser Länder gibt es bestenfalls eine Handvoll Filmemacher die wirklich herausragende Arbeiten abliefern.Übrigens: zur Sprache der Hollywood-Stars wäre noch zu bemerken, dass Sie diese in der Regel von deutschen Schauspielern synchronisiert sprechen hören.
Natürlich hat Frau Grütters recht, denn von vornherein auf Kommerz ausgelegte Filme bedürfen eigentlich gar keiner Förderung, die sollten sich selbst tragen können und wenn sie das nicht können, müssen sie auch nicht […] Zitat von ambulansman sich bundesdeutsches filmschaffen mal so außerhalb von wenders, herzog, kluge, donnersmarck co. anschaut, ist/wird ziemlich schnell klar, weshalb frau grütters recht hat: wie sollen denn all die absolventen von filmhochschulen jemals kriterien wie mindest-budget 2,5 mio., mindest-potential 250.000 zuschauer erfüllen können? das sind junge leute, mit ideen, konzepten, engagement, usw. – muss man solche leute unbedingt behindern, damit immer weiter die nur allzugut bekannten platzhirsche das sagen behalten?Natürlich hat Frau Grütters recht, denn von vornherein auf Kommerz ausgelegte Filme bedürfen eigentlich gar keiner Förderung, die sollten sich selbst tragen können und wenn sie das nicht können, müssen sie auch nicht gedreht werden.

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Renzi e il tentativo di sostituire Berlusconi con Grillo the north face

Paola Sacchi

Camusso contro Renzi: “abbassi i manganelli” zaino the north face

“Il presidente del Consiglio dovrebbe provare ad abbassare i manganelli dell’ordine pubblico”. Il segretario generale della Cgil the north face zaini, Susanna Camusso, intervenendo a Radio Anch’io su Radio1 in merito agli scontri che si sono svolti ieri alla manifestazione tra i lavoratori di Acciai Speciali Terni e le forze di polizia non si perde in mezzi termini.

 

Il leader della Cgil Susanna Camusso è andata in ospedale a visitare i lavoratori coinvolti nelle cariche di polizia è a denunciato “con forza e sdegno” le cariche “nel corso di una pacifica protesta dei lavoratori delle acciaierie ternane, coinvolti in una difficile vertenza, ed esprime piena vicinanza e solidarietà alle lavoratrici e ai lavoratori in piazza the north face zaino, specie nei confronti di coloro che sono stati violentemente caricati dalle forze dell’ordine”. 

E il Presidente del Consiglio? Invita ad “abbassare i toni”. Ma la Camusso non ci sta. “Non capisco questo riferimento ad abbassare i toni perché se c’è qualcuno che ha alzato i toni sono quelli che non sanno leggere gli articoli e che usano i titoli per fare polemica. Direi che questo appello il presidente del Consiglio lo deve rivolgere in casa sua”

La tensione che sale

Dopo un fine settimane di accuse incrociate, lo scontro tra Pd e Cgil si infiamma. A sera, Matteo Renzi invita tutti ad abbassare i toni ma ormai il rapporto tra la Cgil e la maggioranza dem sembra compromesso. Come dimostra l’occupazione simbolica di una sede Pd, avvenuta nel pomeriggio a La Spezia da parte di iscritti Cgil. A scatenare la reazione dei militanti l’accusa di Pina Picierno a Susanna Camusso di essere stata “eletta con tessere false” e di “riempire le piazze con pullman pagati” per difendere il premier definito dalla leader sindacale espressione dei “poteri forti”. Accusa scivolosissima, subito corretta dal vicesegretario del Pd Lorenzo Guerini che invita tutti “al rispetto reciproco”. Anche perche’ e’ facile la controaccusa della minoranza Pd che ricordano i tanti scandali passati sulle tessere false e sui “signori delle tessere”.

Ma le scuse non bastano a placare gli animi del sindacato, che si sente oggetto quotidiano di attacchi proprio da parte del partito con cui dovrebbe in teoria esserci più consonanza di idee. “Siamo indignati – interviene la Cgil – per le parole dell’eurodeputata del Pd, falsità e sciocchezze forse frutto di una fase di nervosismo e tensioni visto che il tesseramento della Cgil è certificato”. A denunciare l’escalation nei rapporti tra maggioranza di governo e Cgil e a chiedere uno stop è la minoranza dem, anche lei ai ferri corti con la linea del governo.

LEGGI QUI COME PIERLUIGI BERSANI HA CRITICATO RENZI © Riproduzione Riservata

Renzi-Landini, storia di amore-odio the north face

Claudia Daconto

Industria anuncia un nuevo Movea, que incluirá vehículos de pila de combustible the north face españa

La secretaria general de Industria y Pyme en funciones, Begoña Cristeto the north face outlet, ha adelantado hoy que en 2017 habrá un nuevo Plan Movea que, como novedad the north face madrid, tendrá la inclusión de los vehículos de pila de combustible.

Cristeto ha explicado que el Plan Movea 2017, un programa para incentivar la compra de vehículos de energías alternativas y el desarrollo de las infraestructuras de recarga, tendrá un presupuesto de 16,6 millones de euros, el mismo que en el ejercicio actual.

La secretaria general ha hecho este anuncio en su intervención en el Foro Sector del Automóvil the north face supreme, organizado por El Confidencial, donde ha añadido que el nuevo plan en el que trabaja el ministerio incluirá también nuevas ayudas a la implantación de puntos de recarga convencionales para vehículos eléctricos en zonas de acceso público.

También ha señalado que desde Industria se busca fomentar la adquisición de flotas por parte de grandes empresas y disminuir la burocracia.

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Cancelados cuatro vuelos y retrasos en el aeropuerto de Bilbao the north face barcelona

El aeropuerto de Bilbao ha cancelado esta mañana cuatro vuelos y se han retrasado varias operaciones por los problemas que se arrastran de las cancelaciones de anoche por la niebla, según han informado fuentes de Aena.

Esta mañana la niebla no ha causado dificultades y el primer avión, de Barcelona the north face outlet, ha aterrizado a las 7.18 horas.

El problema se ha originado porque anoche no pudieron aterrizar en las pistas de Loiu aviones procedentes de Múnich, París, Barcelona the north face supreme, Amsterdam y Alicante -que han sido desviados a los aeropuertos de Madrid, Biarritz y Barcelona- y, por tanto, no estaban disponibles para operar a primera hora de hoy.

Así, esta mañana se han cancelado los vuelos de primera hora a Múnich, Madrid, Sevilla y Bruselas the north face outlet online, y parte del resto se ha reprogramado con los correspondientes retrasos.

Las cancelaciones y retrasos se repiten por tercer día tras posarse la niebla el sábado por la tarde lo que obligó a suspender una veintena de operaciones.

Ayer por la mañana persistía la niebla y el aeropuerto no pudo abrir hasta las diez de la mañana. Por la tarde se reanudaron los problemas, lo que obligó a nuevas cancelaciones.